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Datum:22.10.2021
Kategorie: Integration
Autor: Pressestelle

Demokratie (er)leben im Projekt „Frauen kommen weiter“

Workshops der Deutschen Gesellschaft e.V. vermitteln geflüchteten Frauen im Rheingau-Taunus-Kreis im Rahmen des Projektes „Frauen kommen weiter“ Basiswissen über Deutschland

„Die Workshops und Kurse sind unheimlich wichtig für uns. Wir lernen viel, es macht Spaß und wir lernen, uns selbst zu helfen“, berichtet Sara M., Teilnehmerin des Projektes „Frauen kommen weiter“, das von der Stiftung CITOYEN aus Frankfurt im Rahmen der Integrationsstrategie des Rheingau-Taunus-Kreises entwickelt wurde und vom Landesprogramm „WIR“ des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration und dem Rheingau-Taunus-Kreis als innovatives Modellprojekt gefördert wird.

Sara M. kam 2014 aus dem Iran nach Deutschland. Nun will sie hier beruflich und gesellschaftlich ankommen, um am Leben in Deutschland teilzunehmen. „Sara M. ist ein positives Beispiel, wie Integration gelingen kann. Sie hat hier eine Fortbildung gemacht und eine Arbeit gefunden. Sara besucht unsere Kurse und hat bereits einen PC Kurs bei uns erfolgreich abgeschlossen. Sie ist, wie auch die weiteren Teilnehmerinnen des Projektes, ungemein wissbegierig", so Dr. Ildikò Szelecz, die in Kooperation mit dem Projekt „Mein, Dein, unser Deutschland“ der Deutschen Gesellschaft e.V. Berlin die Workshops organisiert hat.

 „In den Workshops bemerke ich immer wieder, wie wichtig die Vermittlung von Wissen für die geflüchteten Frauen ist, wie groß ihr Interesse und ihr Gesprächsbedarf ist“, berichtet auch Dr. Evelyna Schmidt, Referentin Kultur & Gesellschaft in der Deutschen Gesellschaft e.V. An zwei Tagen Mitte Oktober wurden die Workshops zum Thema „Basiswissen Deutschland“ an den vier Projekt-Standorten Idstein, Waldems, Bad Schwalbach und Geisenheim durchgeführt.

Dieser Verein setzt sich seit 1990 dafür ein, „das Miteinander in Deutschland und Europa zu fördern sowie Vorurteile abzubauen“. Das Projekt „Mein, Dein, unser Deutschland“ richtet sich an Geflüchtete ab 14 Jahre. Die Teilnehmerinnen erhalten Informationen über die Bundesrepublik. Ziele sind das Vermitteln von Informationen und Wissen an Geflüchtete zur Geschichte, zur Gesellschaft und zu den Gesetzen, und folglich auch die Sensibilisierung von Geflüchteten für die Bedeutung von Demokratie, individueller Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.

Das Projekt „Frauen kommen weiter“ besteht aus fünf Modulen. Das erste „Lernen lernen“ widmet sich dem Erlernen verschiedener Lerntechniken. Eine wichtige Kompetenz, um sich später einfach und schnell Wissen anzueignen und es zu behalten. Modul 2 befasst sich mit der Entwicklung digitaler Sprachvermittlung und digitaler Kompetenzen. Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration. „Beim dritten Baustein geht es um die Förderung des Selbstbewusstseins und der Weiterentwicklung von Talenten. Wir wollen Stärken aufbauen, die zur ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ anspornen,“ so Szelecz, denn das spätere fünfte Modul befasst sich mit der Berufsorientierung und den Möglichkeiten für Frauen in Deutschland.

Im vierten Baustein fordern ausgewiesene Dozentinnen und Dozenten dazu auf, Demokratie zu (er)leben. Denn die Integration von Geflüchteten kann nur funktionieren, „wenn wir den Fokus noch stärker darauf legen, dass wir voneinander lernen. Wir sollten dabei unsere Werte und Grundprinzipien klar herausstellen und vermitteln“, betont Beate Gottschall, Vorsitzende der Stiftung CITOYEN. Die Workshops bieten Raum für offene und konstruktive Gespräche, in denen die geflüchteten Frauen auch über ihre eigenen Biografien in den Heimatländern und ihre Erfahrungen in Deutschland berichten können.

Dies wurde von der Dozentin Dr. Evelyna Schmidt im Workshop „Basiswissen Deutschland“ hervorragend umgesetzt. „Der Ablauf des Workshops hat mich sehr beeindruckt, zumal die anwesenden Frauen nicht nur teilgenommen, sondern sich auch rege und gewinnbringend beteiligt haben. Dies ist eine Supermöglichkeit, um Frauen zu integrieren“, fasst Brigitte Hörning, Mitarbeiterin der Gemeinde Waldems und zuständig u. a. für die Flüchtlingsbetreuung und den Arbeitskreis „Asyl“ Waldems, zusammen.

Weitergehende Informationen:
Die Stiftung CITOYEN ist eine Bürgerstiftung mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihr Ziel ist es, Gemeinsinn und bürgerschaftliches Engagement im Rhein-Main-Gebiet zu stärken. Die Stiftung CITOYEN führt eigene Projekte durch und unterstützt Projekte Dritter. Vorsitzende des Vorstandes ist Beate Gottschall.

Das Projekt Frauen kommen weiter (2021-2024) der Stiftung CITOYEN aus Frankfurt wurde im Rahmen der Integrationsstrategie des Rheingau-Taunus-Kreises entwickelt und wird im Landesprogramm „WIR“ vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und dem Rheingau-Taunus-Kreis als innovatives Modellprojekt gefördert. Erfahrungen vorheriger Projekte zur Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen im Rheingau-Taunus-Kreis haben gezeigt, dass sehr gezielte Förderung nötig ist, um den Frauen die Möglichkeit zu geben, sich beruflich und gesellschaftlich zu integrieren und aktiv am Leben in Deutschland teilzunehmen. Das Projekt Frauen kommen weiter setzt genau hier an. Es besteht aus fünf verschiedenen Lernmodulen die an vier verschiedenen Standorten (Idstein, Bad Schwalbach, Geisenheim und Waldems) im Rheingau-Taunus-Kreis stattfinden, um möglichst viele geflüchtete Frauen zu erreichen.

Die Deutsche Gesellschaft e. V. ist ein eingetragener überparteilicher Bürgerverein zur Förderung politischer, kultureller und sozialer Beziehungen in Deutschland und Europa.

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